MAIKUNDGEBUNG DES DGB AM HAIDPLATZ: RECHTE VON TEXTILARBEITER:INNEN SCHÜTZEN!

  • Haidplatz, Haidplatz, 93047 Regensburg
  • Beitragsbild: IMAGO/aal.photo

    Weltweit arbeiten 100 Millionen Menschen in der Textilindustrie. Die große Mehrheit von ihnen sind
    Frauen. Globale Schätzungen von ILO aus dem Jahr 2019 zufolge sind 60 bis 80 % der Beschäftigten
    in dieser Branche Frauen.
    Viele der Probleme, mit denen Textilarbeiter*innen konfrontiert sind, wie niedrige Löhne und prekäre
    Beschäftigungsverhältnisse, betreffen Frauen unverhältnismäßig stark.
    Das bedeutet, dass wir, wenn wir über den Schutz der Menschenrechte in der Bekleidungs- und
    Modeindustrie sprechen, auch speziell die Rechte von Frauen berücksichtigen müssen.

    Geschlechterdiskriminierung ist in der Bekleidungsindustrie weit verbreitet.
    – Frauen verdienen für vergleichbare Arbeit deutlich weniger als Männer.
    – Frauen arbeiten häufiger in prekären informellen Beschäftigungsverhältnissen.
    – Sie sind am Arbeitsplatz grassierender geschlechtsspezifischer Gewalt und Belästigung
    ausgesetzt. Dies wird dadurch verschärft, dass meistens Männer in Führungspositionen im
    Unternehmen und in den Gewerkschaften sind.
    – Untersuchungen in Indien und Bangladesch haben gezeigt, dass männliche Manager und
    Vorgesetzte die Arbeiterinnen häufig schikanieren, belästigen und sexualisieren.
    – Frauen aus marginalisierten Gemeinschaften, wie Dalit-Frauen in Indien oder tamilische
    Frauen in Sri Lanka und Christinnen in Pakistan, sind in besonderem Maße solchen
    Übergriffen ausgesetzt.

    Was muss sich ändern?
    Die Stärkung der Arbeitnehmerinnen ist für die Bekämpfung der Geschlechterdiskriminierung von
    entscheidender Bedeutung. Den Textilarbeiterinnen muss das Recht auf Organisation und
    Gewerkschaftsbildung gewährt werden. Gewerkschaften bieten den Arbeiterinnen eine Plattform, um
    gemeinsam gegen Rechtsverletzungen vorzugehen, mit Arbeitgebern zu verhandeln und sich für
    bessere Arbeitsbedingungen einzusetzen. In der Bekleidungs-industrie fehlen ausreichende
    Schutzmaßnahmen für Arbeitnehmer*innen. Die Stärkung von Arbeitnehmerinnen soll sicherstellen,
    dass neue Schutzmaßnahmen auf der Grundlage der tatsächlichen Erfahrungen derjenigen, die sie
    schützen sollen, konzipiert und umgesetzt werden.

    Wir sind am 1. Mai am Haiplatz und informieren zu Menschenrechtsverletzungen an Textilarbeiter:innen.
    Außerdem gibt es einen Kleidertausch!

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    https://www.amnesty.de/aktuell/textilindustrie-ausbeutung-arbeitsrechte-bericht

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